Museum der Cockerillgrube Esch/Alzette

Themen

Lebensumfeld, Arbeitsumfeld
Naturschutzgebiet

Öffnungszeiten

  1. Mo 08.00 - 12.00 13.00 - 17.00
  2. Di 08.00 - 12.00 13.00 - 17.00
  3. Mi 08.00 - 12.00 13.00 - 17.00
  4. Do 08.00 - 12.00 13.00 - 17.00
  5. Fr 08.00 - 12.00 13.00 - 17.00
  6. Sa 08.00 - 12.00
  7. So 08.00 - 12.00

Adresse

Rue Jean-Pierre Bausch, 4114 Esch/Alzette, Luxemburg

Kontaktieren Sie uns

Natur- und Forstverwaltung
Besucherzentrum Ellergronn

Rue Jean-Pierre Bausch
L-4114 Esch-sur-Alzette
(+352)  26 54 42 1

Montag bis Freitag 08.00 - 17.00 Uhr

museumssammlung

 

Werkzeugsammlung, Fotografien, Maschinen, Transportmaterial. 
​Eine Schmiede in Betrieb kann am Wochenende besucht werden. 

Leistungen

  1. Behindertengerecht
  2. Geführte Tour
  3. Cafeteria
  4. Shop
mmc-logo-image
Cockerill ORT SUD iNET 72dpi-31
Cockerill ORT SUD iNET 72dpi-37
Cockerill ORT SUD iNET 72dpi-15

 

 

 

 

 

Die Geschichte der Cockerill grube

 

die industrielle Ära

 

Die Geschichte der Grube Katzenberg beginnt am 8. August 1881, als den Gebrüdern Charles & Jules COLLART, Schmelzherren aus Steinfort und Rodingen, die Konzession Schlossbüsch für die Dauer von 50 Jahren gegen eine jährliche Rente von 18750 Franken zugestanden wird.

 

Der erste Stolleneingang zu dieser Konzession befindet sich allerdings nicht auf Katzenberg, sondern im Ort genannt „Eisekaul“. Erst einige Jahre später, im Jahr 1887, verlegen die Gebrüder COLLART den Grubenbetrieb an den Fuß des Katzenbergs. Dies nachdem sie weitere Erzparzellen im Ellergrund aufkauften und ihnen im Jahr 1892 eine weitere Konzession im Ellergrund zugestanden wurde.

 

Mit dem Bau der Gebäude des unteren Zechengeländes Katzenberg wird 1887, unter der Leitung von Grubeningenieur André KOCH begonnen. Im Lauf der folgenden Jahre verlegen die Gebrüder COLLART ihren Grubenstandort von der „Eisekaul“ zum Ellergrund.

 

Der Betrieb wird in den folgenden Jahren beständig ausgebaut und vergrößert, vor allem durch Erwerb der Konzession Katzenberg, im Jahr 1898. Diese Konzession gibt der Grube auch ihren Namen, nachdem alle vorher erworbenen Konzessionen (Schlossbüsch, Ellergrund, Heintzenberg und Katzenberg) untereinander verbunden wurden. Im Jahr 1898 beläuft sich die Gesamtproduktion der Grube Katzenberg auf 72 000 Tonnen Erz.

 

Im Jahr 1900 wird die Modernisierung des Hüttenwerks in Steinfort und des Grubenbetriebs Katzenberg eingeleitet. Auf dem oberen Teil der Grube  Katzenberg werden eine große Reparaturwerkstatt (heute Centre d’Acceuil), eine elektrische Zentrale (heute Halle C) sowie eine Wohneinheit bestehend aus zwei Wohnungen errichtet. Mit dem Erwerb zweier elektrischer Lokomotiven des Typs LAHMEYER wird der elektrische Fahrbetrieb in den Stollen eingeführt. Auch kann durch Installation von Entwässerungspumpen das Grundwasserproblem gelöst werden und Erze aus tiefer liegenden Erzlagern gefördert werden.

 

Die Erzproduktion wächst von Jahr zu Jahr. Wurden Im Jahr 1898 72 000 Tonnen Erz gefördert, so waren es im Jahr 1900 bereits 100 000 Tonnen. Im Jahr  1903 werden 148 000 Tonnen Erz gefördert und im Jahr 1907 wird ein vorläufiger Höhepunkt mit 177 000 Tonnen erreicht.

 

Im Jahr 1910 stirbt Charles COLLART. Sein Tod verursacht einen Strukturwandel in der Firma Charles und Jules COLLART. Diese wird von der einfachen Kommanditgesellschaft Charles & Jules COLLART Kg in die Kommanditgesellschaft auf Aktienbasis (KgA) Jules COLLART umgewandelt.

 

Im Jahr 1913 wird die Gesellschaft Jules COLLART in die Gesellschaft Hochöfen und Stahlwerke Steinfort umgewandelt. Hauptaktionär ist von nun an die deutsche Gesellschaft Felten & Guilleaume Carlswerk mit Sitz in Köln-Mühlheim. Im gleichen Jahr wird ein großes Investitionsprogramm für die Steinforter Hütte aufgelegt. Zusätzlich werden zwei neue Erzkonzessionen (Eichels Größe 51,95 ha) und Acht Hektar erworben. Die Produktion der Grube Katzenberg beläuft sich im Jahr 1913 auf 216 000 Tonnen.

 

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs werden im Jahr 1919 die Steinforter Hütte und die Grube Katzenberg an die französische Société des Mines de la Loire verkauft.

 

Im Jahr 1921 werden die Steinforter Hütte und die Grube Katzenberg von der belgischen Gesellschaft Athus-Grivegnée übernommen. Diese Gesellschaft, hatte vorher eine Interessengemeinschaft mit der Société des Mines de la Loire begründet.

 

Im Jahr 1928 fusioniert die Gesellschaft Athus-Grivegnée mit den Stahlwerken von Angleur; die neu gegründete Gesellschaft heißt S. A. Angleur-Athus.

 

Bei Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 beläuft sich die Produktion der Grube Katzenberg auf 422 000 Tonnen. Durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, wird am 31. Mai 1931 das Steinforter Hüttenwerk definitiv stillgelegt.

 

Während des Zweiten Weltkriegs wird die Grube Katzenberg vom deutschen Besatzer zuerst unter Zwangsverwaltung gestellt, dann ab dem 1.April 1943 in die „Gewerkschaft Lützelburg“ integriert. Die gesamte Erzproduktion wird ins Reich exportiert um Rüstungsgüter zu produzieren.

 

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1946, fusioniert die Gesellschaft S. A. Angleur-Athus mit der Gesellschaft S. A. John COCKERILL. Ende der 1950er Jahre wird der Grubenbetrieb weitgehend mechanisiert. Um die Förderung zu erleichtern werden Schrapper und Verlademaschinen angeschafft. Ein Erzbrecher wird zwischen dem braunen und dem schwarzen Lager errichtet. Das Erz wird nun mittels eines Transportbandes zu Tage gefördert und in Erzsilos zwischengelagert, von wo es in die Erzloren gefüllt wird.

 

Am 31. Dezember 1967 kommt das Aus für die Grube Katzenberg. Nach einer mehr als 85 Jahre dauernden Tätigkeit ruht nun der Betrieb. Die noch verbleibenden Erzreserven aus den konzessionspflichtigen Lagern (21 Millionen  Tonnen) werden unter den Gesellschaften ARBED, HADIR und MMR aufgeteilt; diese Gesellschaften übernehmen auch einen Großteil der Belegschaft der Grube Katzenberg.

 

 

Die postindustrielle Ära

 

Nach der Schließung wird es still im Tal des Ellergrunds. Die Kompressoren sind verstummt, langsam aber sicher macht die Natur sich wieder dort breit, wo während Jahrzehnten unzählige Erzzüge in die Stollen ein- und ausfuhren.

 

Im Jahr 1970 werden die Gebäude der Grube an einen Bauunternehmer verkauft.

 

Im Jahr 1986 kauft der Staat Wälder im Ellergrund auf um ein Naturreservat zu schaffen. Zwei Jahre später erwirbt der Staat die Grundstücke der Grube Katzenberg mit allen dazu gehörigen Gebäuden, mit dem mittelfristigen Ziel, das gesamte Zechenareal mittelfristig zu renovieren.

 

 

Gründung einer Interessengemeinschaft

 

Am 8. Mai 1991 findet im Saal Jängi OESTERREICHER die gut besuchte Gründungsversammlung der „Initiativ fir d’Erhaalen vun de Cockerillsgebaier zu Esch-Uelzecht am Ellergronn“ statt.

 

Die „Initiativ fir d’Erhaalen vun de Cockerillsgebaier“ besetzt den Grubenstandort symbolisch. In den folgenden Jahren werden Aufräumarbeiten und kleinere Arbeiten wie die provisorische Abdichtung vom Dach der alten Schmiede und Instandsetzungsarbeiten an Geländern usw. durchgeführt.

 

 

Umbennung der Initiativ in Entente Mine Cockerill

 

Im November 1995 trifft die „Initiativ fir d’Erhalen vun de Cockerillsgebaier zu Esch-Uelzecht“ die Entscheidung sich in Entente Mine Cockerill um zu benennen.

 

Der letzte Direktor der Grube Katzenberg, Herr Frédéric GEORGES wird Ehrenpräsident der Entente Mine Cockerill.

Anfang 1996 wird der Öffentlichkeit die Gründung der Entente Mine Cockerill mitgeteilt, am 18. Dezember des gleichen Jahres ist die Entente Mine Cockerill als Vereinigung ohne Gewinnzweck im amtlichen Gesetzblatt „Memorial“ eingetragen.

Ziel der Vereinigung ist es, den kommenden Generationen die industrielle Vergangenheit des Grubenstandorts weiter zu vermitteln und am Leben zu erhalten.

 

In diesem Sinne ist die Vereinigung Entente Mine Cockerill auf dem ehemaligen Grubengelände seit 25 Jahren unentgeltlich aktiv. Waschkaue („Salle des Pendus“), die Einrichtung eines kleinen Grubenmuseums, die Instandsetzung der alten Schmiede sowie das Freilegen der beiden Grubeneingänge konnten durch die Initiative der Entente Mine COCKERILL verwirklicht werden.

 

 

FÜHRUNGEN

 

auf Anfrage

 

 

Naturschutzzentrum Ellergronn & Naturschutzgebiet Ellergronn

 

Das Naturschutzzentrum Ellergronn befindet sich in unmittelbarer Nähe des Museums der Cockerill Mine am Rande des Naturreservats Ellergronn. Das Naturschutzgebiet ist ebenfalls Teil des Natura 2000-Gebietes „Anciennes minières Ellergronn“, das zu einem europaweiten Netz an Schutzgebieten zur Sicherung wertvoller Lebensräume und deren Artenvielfalt gehört.

 

Das Besucherzentrum ist ebenfalls Ausgangspunkt Mehrerer Lehrpfade die die benachbarten Naturschutzgebiete durchqueren. Sie können hier beobachten wie eindrucksvoll sich die Natur ohne menschliches Einwirken nach Stilllegung der Tagebaugebiete entwickelt hat: seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter Orchideen, Fledermäuse, Amphibien und Reptilien, Schmetterlinge und Vögel.

 

Damit Sie den natürlichen Reichtum der Region entdecken können, bietet das Naturschutzzentrum Ellergronn das ganze Jahr über verschiedenste Aktivitäten und Führungen an

 

Broschüre "Sentier Didactique Natura 2000" (FR)

Flyer "Le sentier didactique Natura 2000" (FR)

 

 

Naturlehrpfad “Natura 2000”

 

Der Naturlehrpfad Natura 2000 ist unterteilt in 3 thematische Schleifen:

 

Schleife A, (5 km)

Durchquert hauptsächlich die Wälder die über Jahre vom Menschen geprägt wurde, daher das Thema „Der Mensch und der Wald“.

 

Schleife B, (4.5 km)

„Die Nutzung der Erzabbauflächen, damals und heute“ ist das Thema dem sich dieser Rundweg widmet.

 

Schleife C, (2.5 km)

Illustriert das Prinzip der „Die natürliche Entwicklung in einem ehemaligen Erzabbaugebiet“. Wie die Natur die ehemaligen Tagebaugebiete im Laufe der Zeit zurückerobert.

 

 

ANFAHRT

 

Mit dem Auto 
Autobahn A4, Ausfahrt Esch-sur-Alzette Zentrum
(49°28'30.9"N 5°58'33.0"E)

 

Mit dem Zug 
Bahnlinie 60 oder 60c Richtung Esch-sur-Alzette, Ausstieg "Esch-sur-Alzette"

 

Mit dem Bus 
Ab Bahnhof Esch-sur-Alzette, Citybus "Orange Linn 12"

 

www.mobiliteit.lu